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Mittwoch, 26. Juni 2013

Ménage à trois

 

Kultur |  11.03.2012 | 16.25 | Zabaione
            
 
“Die New Yorker Kunstszene der 1980er Jahre ist legendär. Sie ist vital, kreativ und medial offener denn je, sie bietet gerade jungen Talenten eine Spielfläche voller Möglichkeiten. Traditionen werden hinterfragt auf der Suche nach Innovation, und so bringen die Künstler mit Graffitis die Kunst auf die Straße und lassen in den Ateliers Alltägliches in ihre Kunst Einzug finden, die Malereisteht im Vordergrund. Drei der einflussreichsten Künstler dieser Zeit, Andy Warhol (1928–1987), Jean-Michel Basquiat (1960–1988) und Francesco Clemente (geb. 1952), werden in dieser Ausstellung vorgestellt"
Quelle
Pressemappe der Bundeskunsthalle Bonn

Andy Warhol,*6. August 1928 †22. Februar 1987

Ich muss sagen als ich letzten Sonntag das erste Mal in dieser Ausstellung war, hatte ich ungeheuren Respekt. Ich wollte zunächst wenigstens die Biografie von Andy Warhol lesen, um mich dieser Ausstellung anzunähern. Obwohl ich an unserer kleinen Buchhandlung nur knapp gescheitert bin, weil sie nur über eine bescheidene Abteilung Kunstbände verfügt, habe ich diesen Gedanken nicht aufgegeben, sondern nur verschoben.

Dann traf ich auf die Dame mit dem Fragezeichen, den Livespeaker (der Livespeakerin).Sie /Er ist, jeden Sonn- und Feiertag, in der Zeit zwischen zwölf Uhr und 18 Uhr anwesend . Das war letzte Woche Frau Schönborn( nicht auf dem Foto). Sie erzählt etwas über einzelne Werke, aber auch über die Verletzbarkeit der Künstler, hat Warhols Tagebuch „gelesen“ und wusste die große Geste der Künstler zu schätzen, eigene Kunst an zwei Ateliers weiter zu geben, um sie dann von zwei befreundeten Künstlern weiterbearbeiten zu lassen. Warhol muss wohl einmal in sein Tagebuch geschrieben haben, dass er ein Werk doch vorher vollkommen gefunden hat und das er doch manchmal unter dem Prozess der Serie „Collaborations „ gelitten hat. Einmal als er als dritter dran war, fand er ein Bild so vollkommen, das er es nicht verändern wollte, er hat es dann im Siebdruck Verfahren reproduziert und ergänzt.

Das interessante dabei war ist, die beteiligten Künstler griffen die Vorlieben, wie Farben und Symbolik, der beteiligten anderen Künstler auf.
 
„Das Künstlerische impliziert Einmaligkeit und vor allem Individualität – die eigene Handschrift. Die Gemeinschaftswerke der drei Künstler brechen spielerisch mit dem Begriff der Individualität, ohne die Autorenschaft zu leugnen und beziehen ihre Spannung aus den konträren malerischen Gesten. Sie spiegeln die Zeit, die (Pop-)Starrolle und das neue Selbstverständnis der Künstler, ihren Ursprung, ihre Mythen und ihre gegenseitige Faszination“

Bundeskunsthalle Bonn.

Jean-Michel Basquiat * 22. Dezember 1960 in New York City; † 12. August 1988 ebenda

„Jean-Michel Basquiat wird am 22.2.1960 in New York geboren, der Vater stammt aus Haiti, die Mutter ist Puertoricanerin. 1978 beginnt Jean-Michel Basquiat seine künstlerische Karriere mit seinem Freund Al Diaz als Graffiti-Sprayer auf New Yorks Straßen, seine Graffitis signiert er mit “SAMO”, was für “Same old Shit” steht. Für seinen Lebensunterhalt verkauft er bemalte Postkarten und T-Shirts, fertigt Assemblagen aus Schrott. Bald wird die New Yorker Kunstszene auf den jungen Künstler aufmerksam.“

„1984 lernt Jean-Michel Basquiat Francesco Clemente und Andy Warhol kennen, mit denen er zusammenarbeitet. Andy Warhol wird nicht nur zu seinem größten Förderer, sondern auch zu einem engen Freund.“ Quelle”

Aufgefallen ist mir mittendrin das Oreo und ……. Anfangs musste ich grinsen und dachte, schau an die Werbung hat bei ..Basquiat.geklaut. Nun auch wenn es diesen Keks erst kurze Zeit in Deutschland gibt, in Amerika gibt es ihn schon seit 100 Jahren und dort hat er Kultstatus.
 
Sicher auch ein Aspekt unter der man eine Ausstellung zusammenstellen könnte, insbesondere da auch die Dosensuppen Warhols, Kultstatus haben. Warhol, der von Hause aus Grafiker war, brauchte lange um auch als Künstler anerkannt zu werden. Dies gelang ihm erstmals als er begann Dinge des Alltags u.a. in Siebdrucktechnik zu gestalten. Er malte zum Beispiel 32 der verschiedenen Dosensuppen der Firma Campbell, so als wären sie gedruckt. Der Kurator des Metropolitan Museum of Art, Henry Geldmacher und Dennis Hopper erstanden Bilder der Serie. Während damals zunächst nur diese beiden davon überzeugt waren, dass dies Kunst ist. Hängen sie heute im Metropolitan Museum of Art und heute ist jedes der Bilder 2 Millionen Dollar wert.
 
Über Basquiat sagte er:
"Er ist der Junge, der den Namen "Samo" benutzte, als er in Greenwich Village auf dem Bürgersteig saß und T-Shirts bemalte. Hier und da gab ich ihm 10$ und schickte ihn rauf zu (Cafe)" Serendipity",um dort T-Shirts zu verkaufen. Er war einfach einer dieser Jungen, die mich verrückt machen.."

Andy Warhol 1982

Als Warhol ihn viel später, dann noch als sein Maskottchen bezeichnete und erzählte, er würde ihn inspirieren, war Basquiat tief verletzt, er wollte kein Maskottchen sein und zog bei Warhol, seinem Förderer aus.
 
Er wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, das er dies später bereuen würde. Warhol der Angst vor Ärzten hatte, starb bald darauf überraschend bei einer Gallenop. Basquiat war tief erschüttert, da sie zu diesem Zeitpunkt keinen bzw.nur noch telefonischen Kontakt hatten.

Dabei ging Warhol nur voraus, nur ein Jahr später wird auch Basquiat im Alter von 27 Jahren an den Folgen seines Drogenkonsums sterben.

Es gibt ein Film über sein Leben von 1996.

Francesco Clemente * 23. März 1952 in Neapel

„Francesco Clemente, aus Neapel stammend und aus der italienischen arte povera hervorgegangen, 1952 geboren, in New York lebend, Indienfahrer, Beuys- und Warhol -Bewunderer, Basquiat-Freund, weißbärtiger Halbmystagoge und Viertelchristus, erinnert an einen fast vergessenen Künstlertyp: Es ist ein alteuropäischer, ironiefreier, dafür lebensleichter Italo-Schamane. Clemente kombiniert munter und versiert, was der europäische Mythenschatz hergibt, ohne damit etwas zu meinen, es geht um das allgemeine Gefühl, leicht bedeutsam, leicht mediterran, leicht raunend, leicht irisierend, leicht erotisierend.“
 
Artikel

Wie ihr seht, Clemente ist der Einzige der von den dreien noch lebt, er hat diese Ausstellung selbst besucht . Hier ein Interview:

Behind the Art

So erst einmal möchte ich der Bundeskunsthalle danken, dass sie mir es ermöglicht hat, ein paar Bilder zu machen!

Alle meinen Lesern möchte ich die Ausstellung wärmstens empfehlen, aus organisatorischen Gründen habe ich heute die Eröffnung der Rodenkirchener Kunstmeile links liegen gelassen, ich weiß die Lit. Cologne steht vor der Tür, aber diese inspirieren Ausstellung solltet ihr einfach nicht verpassen.

Bundeskunsthalle Bonn

Der Eintritt kostet 8 €, der Bildband zur Ausstellung 29€

Die Austellung geht noch bis zum 20.05.2012.


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Extrem laut und unglaublich nah

 

Kultur |  18.02.2012 | 10.32 | Zabaione
Extrem laut und unglaublich nah
Gestern habe ich mir „Extrem laut und unglaublich nah", im Kino angesehen. Ich
musste raus, man kann nicht immer nur zuhause herum hängen. Ich habe ja noch
immer Knie.
In Köln tobt der Bär, es wird überall gefeiert, Musik dröhnt aus der Nachbarkneipe,
an tanzen ist derzeit nicht zu denken, da konnte ich nicht zuhause bleiben.

Ich war also Weiberfastnacht in der Nachmittagsvorstellung und mit mir ca. 10 -12 Antikarnevalisten. Eine blätterte im Kino in einem Fotoband (haben sie schon mal ein
 Buch mit ins Kino genommen) auf so was würde nicht mal ich kommen;-)

Es ist die Geschichte einer Bilderbuchfamilie. Das Kind, der elfjährige Oskar Schell
(überzeugend Thomas Horn) ist hochbegabt, sehr sensibel, vielleicht leidet es auch
an einer Form von Asperger Autismus, auf jeden Fall ist es super ängstlich und
bekommt  die vielen Sinneseindrücke, die das Leben bereit hält kaum verarbeitet und
bleibt schon mal ängstlich und verträumt mitten auf der Kreuzung stehen. Manchmal
hilft es ihm, seinen Tamborin zu schlagen und damit seine Angst zu überdecken. Oskar
hat Angst  davor U-Bahn zu fahren, mit Menschen zu sprechen oder über eine Brücke
zu gehen. Für ihn ist die Welt „extrem laut und unglaublich nah“!

Asperger Syndrom

Trailer

Der Vater, (Tom Hanks) kümmert sich hingebungsvoll um seinen Sohn, stellt ihn
Aufgaben und schickt ihn auf Erkundungsexpeditionen. z.B. soll er den
verschwundenen 6. Bezirk in New York finden, mit dem Ziel das er mit Menschen
in Kommunikation tritt.

Am 11. September ändert sich Oskar Leben. Während er früher von der Schule nach
Hause geschickt wird, ist sein Vater im 106 Stock des World Trade Center und spricht
fünf mal auf die Mailbox, bei seinem 6. Anruf, davon wird er erst viel später berichten,
ist er zuhause, hat das Band abgehört und schafft es nicht den Hörer abzunehmen .

Ein Jahr später findet er in einer Vase im Kleiderschrank seines Vaters, einen Schlüssel,
dieser  steckt in einer kleinen Tüte auf der Blake steht.
Danach ist er besessen davon, dass dazu passende Schloss zu finden, er begibt sich
zunächst alleine und später in Begleitung seines vermeintlichen (ebenfalls
traumatisierten) Großvaters (großartig gespielt von Max von Sydow) auf die Suche nach
dem passenden Schloss und erfährt dabei viel über die Blake`s in New York, vor allem
auch Anteilnahme. Sandra Bullock, die die Mutter spielt, wird zunächst von der Suche ausgeschlossen....
(so mehr verrate ich nicht!!!!) Regie führte Stephen Daldry, der auch bei „Billy Elliot“
und z.B.  "der Vorleser", Regie geführt hat.

Der Film beruht auf den gleichnamigen Roman von Jonathan Safran Foer.


Im Ard Morgenmagazin, hat die Filmexpertin Ingrid Bartsch in Engelke`s Berlinale
Palästchen, einige Kritikpunkte an dem Film. Sie findet den Zugang zu leicht, sich so
mit diesem Thema zu beschäftigen, es würde jedes Töpfchen sein Deckelchen
bekommen. efallen hat ihr der Ansatz, die Geschichte über ein Kind aufzurollen.
3000 Kinder haben bei dem Attentat ein Elternteil verloren, viele sind traumatisiert
von den Ereignissen.

Mir hat, der relativ leichte Einstieg gerade gut gefallen. Ungefähr eine Woche
konnten wir via Bildschirm die Ereignisse um nine/eleven als Dauerprogramm im
Fernsehen verfolgen.
Irgendwann möchte man das nicht mehr sehen. Heute morgen habe ich mich mit
meiner Friseurin, über ein ähnliches Thema unterhalten, wir wollen beide keine
Kriegsfilme (nine /eleven ist damit, in seiner Wirkung vergleichbar) mehr sehen.
Beide, obwohl uns ca. 20 Lebensjahre trennen, habe wir unzählige Filme über das
dritte Reich gesehen und Bücher gelesen. So ähnlich, weil es in unserem multi-
medialen Zeitalter passiert ist, geht es uns mit nine/eleven.

Die Geschichte über ein Kind zu erzählen, wie es die Geschehnisse verarbeitet
und wie es ihm gelingt, wieder nach vorne zu blicken, hat mir gut gefallen.

Es ist okay, das es dabei überproportionale Wandlungen erfährt, dieser Film hat
märchenhafte Elemente. Natürlich sind manche Phobien nicht so leicht zu heilen.

Kino soll doch erbauen und wenn es schon nichts zu lachen gibt, dann soll es doch
berühren und einen positiven versöhnlichen Ausblick haben. So ähnlich soll es sich
 mit wirklich guten Romanen auch verhalten, so steht das jedenfalls in dem Buch
"Wie man einen wirklich guten Roman schreibt“,ein guter Roman soll eine Moral
haben, so wie z.B. „Alles wird gut!“ Sonst würde, auf Dauer, doch kein Mensch
mehr ins Kino gehen, oder? ;-)!


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Donnerstag, 20. Juni 2013

Coffee to go

 

Kultur |  11.03.2010 | 10.03 | Zabaione
Coffee to go


---Coffee to go


Ehrlich gesagt bin ich etwas altmodisch. Kaffee im Gehen und im Pappbecher, dass ist nicht mein Ding!
Ein halber Liter morgens in einer Glaskanne aufgeschüttet und die Zeit ihn zwischen Online Lektüre und Morgenmagazin zu genießen, so sollte der Tag schon anfangen.

Kaffee im Pappbecher und to go das würde bei mir böse enden, früher war ich Radfahrerin , jetzt Autofahrerin, da wären Verbrennungen und Kaffee auf der Kleidung , vorprogrammiert.

Kaffee to go ist für mich der Widerspruch in sich , Kaffee bedeutet für mich eine Auszeit, ein "Hallo Wach" (!) das möchte ich genießen und heißes im Gehen trinken, dann würde ich eher darauf verzichten!

Bei meiner Recherche wo der Kaffee to go seinen Ursprung nahm, stoße ich immer wieder auf die Frappuccinoqueen, die zur Verbreitung in Europa beitrug.


Der Coffee to go wurde jedoch schon früher erfunden.
In Wirklichkeit war es Audrey das Hip Girl , dass den Coffee to go erfunden hat.
In meinem Zimmer hängt der Beweis in Form eines Kalenderblattes an der Wand.
In ihrer Rolle als Holly Golightly war sie ihrer Zeit weit voraus.
Sie hat Trends gesetzt die bis zum heutigen Tag Bestand haben, wie das Etuikleid, die übergroße Sonnenbrille und die Schlafbrille, sie war es auch ,wie ihr sehen könnt, die den Coffee to go erfunden hat!


Obwohl ich mir mit Tiramisu oft die Gilmore Girls und ihren Kaffeehype angesehen habe, ist der Funke zum Pappbecher nie übergesprungen.

Weil der Trend zu jede Menge Müll führt und zum Abholzen der Wälder gibt es eine grüne Welle und einen Trend zum Tumbler. Ich finde das sieht doch ziemlich blöde aus, mit nichts als mit diesem Thermobecher Bahn zu fahren , vor allem wenn er leer ist, wirkt das mehr als überflüssig.


Hände weg!

Geschichte


Coffee to go home
Wie haltet ihr es mit euren Kaffee? Darf es auch ein Pappbecher sein?


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Dienstag, 18. Juni 2013

Niederland

Eine Hommage an New York, von Joseph O´Neill


Niederland

 

Kultur |  08.03.2009 | 19.55 | Zabaione
Es gibt Tage die wollen in Ruhe gelassen werden.

Dieser Spruch, ist schon lange meine Maxime. Vielleicht habe ich auch deshalb auch noch kein burnout, weil ich mir manchmal die Zeit einfach nehme, die Angesicht der Dinge die liegen geblieben sind und auf Erledigung warten, gar nicht habe.
Ich kann im mittleren Chaos, an meinem einzigen freien Tag beschließen . Heute ist Lesetag !

Gestern kam er endlich per Post, der Roman “Niederland“ , von Joseph O`Neill .
Er ist Anfang März in der deutschen Übersetzung im Rowohlt Verlag erschienen und wird von der amerikanischen Presse gefeiert und in einem Atemzug mit Autoren wie John Updike, F. Scott Fitzgerald genannt .
Hierzu fand ich heute auch im Magazin des KStA an diesem Wochenende eine Buchbesprechung.(lese ich später)

Weil ich ja noch niemals in New York war, hat mich die Kurzbeschreibung im Programm der Lit.Cologne gelockt :
(14.03 KulturKircheKöln 18:00)

Der Autor ,Joseph O’Neill, der 1964 als Sohn einer Türkin und eines Iren in Cork geboren wurde und in Holland aufgewachsen ist , hat mit diesem Roman eine Hommage an New York geschrieben.

Und auf dem Umschlag des Buches lese ich:

The New York Times Book Review:.

“Das geistreichste, zornigste, anspruchsvollste und verzweifelste Buch über das Leben in New York heute, das mir je untergekommen ist. O`Neill scheint unfähig zu sein, auch nur einen langweiligen Satz zu schreiben. In diesem Buch steckt mehr Leben als in zehn anderen.”

Niederland ist die Geschichte des holländischen Bankers Hans (wenn der Autor wüsste wie das in deutschen Ohren klingt), dessen Ehe nach den Ereignissen um 9/11 fast verloren scheint .
Aus dem eigenen Loft geflüchtet , lebt er zunächst mit Frau und Kind für die bescheidene Summe von 6000 Dollar im Monat im Chelsea Hotel .
Mit anderen Gestrandeten , versucht er nachdem seine Frau Rachel und sein Sohn Jake Amerika verlassen haben, seine innere Leere zu vertreiben und seinem Leben außerhalb der Arbeit einen Sinn zu geben
Traumatisiert, wie ganz Manhattan, gilt seine Leidenschaft dem Kricketspiel in Coney Island.
Es ist nicht nur eine Leidenschaft sondern wird zur Obsession ,die er mit seinem dubiosen , aus Trinidad stammenden Freund, Chuck teilt.

Obwohl ich von Regelwerk des Spiels nicht die Spur einer Ahnung habe , vermag ich die Gefühle, die dieses Spiel und seine Regeln in ihm auslösen und die er meisterhaft versteht zu beschreiben, zu verstehen Es ist das Spiel das er seit Kindesbeinen spielt, das ihm jetzt Halt gibt.

Sein Freund Chuck hegt gar den Wunsch die Amerikaner zum Cricket zu bekehren und in New York das erste Cricket -Stadion errichten

Leseprobe:
„“Nein„ sagt Chuck. „Ich will damit sagen, dass Menschen, alle Menschen, Amerikaner oder sonst wer, sich am zivilisiertesten zeigen, wenn sie Cricket spielen. Was passiert als erstes, wenn Pakistan und Indien Frieden schließen? Sie tragen ein Cricketmatch aus. Cricket ist lehrreich, Hans es hat einen moralischen Aspekt. Ich glaube das wirklich. Jeder der das Spiel spielt, profitiert davon. Also sage ich warum nicht auch die Amerikaner“?
Seine Überzeugung verlieh im beinahe etwas Grimmiges. In vertraulichen Ton sagte er: „Die Amerikaner können die Welt nicht richtig sehen. Sie glauben sie können es, aber das ist nicht der Fall. Ihnen muss ich das nicht sagen. Sehen sie sich die Probleme an, die wir haben. Ein einziger Schlamassel, und es wird noch schlimmer werden. Ich sage, wollen wir etwas mit Hindus und Moslems gemeinsam haben? Chuck Ramkissoon macht es möglich. Mit dem New York Cricket Club können wir ein ganz neues Kapitel aufschlagen. Warum nicht? Warum soll man das nicht sagen, wenn es doch stimmt ?
„Man fordert Leute auf, komplizierten Regeln und Vorschriften zuzustimmen, das ist ein Schnellkurs in Demokratie.“

Weil sie tagelang das Feld mit ihren Feinden teilen müssen und gezwungen sind , ihren Gegnern Gastfreundschaft zu erweisen, sei dies der Schlüssel zum Frieden.

Ein ehemaliger Geschäftspartner wird später sagen :..“ Was Amerikaner verstehen hat Grenzen . Eine Grenze ist Cricket. „

Das ist ein Buch über das Leben, New York , Cricket, Politik und den Moment wenn wir uns, sei es in Krisen, fragen warum wir gerade hier stehen, was uns bewegt, wie unsere Ziele sind und welche Menschen uns dabei wichtig sind, und mitten drin steckt ganz viel Liebe.

Montag, 17. Juni 2013

Ich war noch niemals.........

 

Kultur |  26.11.2008 | 21.28 | Zabaione
Ich war noch niemals.........

Es ist ja nicht gerade so als gäbe es in meinem Leben keine anderen Sorgen und Wünsche und doch braucht man Visionen damit das Leben nicht zur Endlosschleife verkommt.

Gestern traf ich eine Frau die den New York Marathon gelaufen ist und darüber New York kennen gelernt hat,

Der New York Marathon ist das Mekka eines jeden Läufers. Dieser Lauf, der gut organisiert sein soll , kein Rundkurs ist und durch alle New Yorker Stadtbezirke führtist der Traum eines jeden Läufers.
germanmarathonblog

Man durchläuft dabei also auch die Bronx, kommt in Gegenden, die man ohne die Sicherheitskräfte eher nicht betreten sollte.

Dabei vermittelt New York Eindrücke die unvergesslich bleiben.

Und die liegen im Auge des Betrachters. Er trifft die Auswahl.
Zwei Tage allein solle man sich Zeit für den Central Park nehmen, in dem Yoko Ono unter anderen ein Strawberry Field angelegt hat, so vielfältig seien die Eindrücke.
Sonnenaufgang auf der Brooklyn Bridge , Moma, die einzelnen Stadtviertel..

Aufgefallen ist ihr das es z.B. in Manhattan kaum alte Leute gibt und sie kann sich auch gar nicht vorstellen wie sie die Hektik, das Tempo dieser Stadt mitgehen. Auch Kinder, konnte sie in manchen Stadtteilen kaum entdecken, bis auf ein paar der besser verdienenden im Central Park.

Ich würde es gerne literarisch angehen …..Straßen aufsuchen die Salinger oder Paul Auster beschreiben,

Vielleicht mit den einfachen Leuten sprechen und sie fragen wo die alten Leute sind.
Die einfachen New Yorker, wie sie leben, wie sie arbeiten, wie viel Geld sie in New York brauchen um klar zu kommen. Wie viele Jobs sie haben .
In die Suppenküchen gehen und natürlich nach China Town und Soho kennen lernen, das ich bislang nur aus Krimis kenne.

Ihr merkt schon ,wenn man nur ein paar Tage dorthin fährt wird die Zeit ziemlich knapp.

Ich lese gerade……
Morgen ist in Amerika Thanksgiving und die

„Behörden warnen vor Anschlag auf New Yorker U-Bahn
Washington - Die amerikanischen Sicherheitsbehörden haben vor einem möglichen Anschlag der El Kaida auf die New Yorker U-Bahn gewarnt. Möglicher Zeitpunkt seien die bevorstehenden Festtage zu Thanksgiving, so das Ministerium für Heimatschutz. Einzelheiten wurden nicht genannt. Zuvor hatte die FBI-Bundespolizei das Bahnpersonal auf eine mögliche, aber unbestätigte Gefahr hingewiesen. Das Sicherheitspersonal werde während des Thanksgiving-Wochenendes verstärkt.“
(dpa)

.........


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Sonntag, 16. Juni 2013

Hunger in the City

 

Politik |  15.06.2008 | 22.37 | Zabaione
Hunger in the City
Während es sich bei der “New York Diät” um eine eiweißreiche, fett - und kohlehydratarme Ernährung handelt, die oft aus erlesenen Lebensmittel besteht. kann sich laut einer Studie jeder sechste New Yorker nicht mehr die notwendigen Grundnahrungsmittel leisten.

Dabei handelt es sicht längst nicht mehr nur um eine Randgruppenproblematik, es betrifft auch zunehmend Menschen die einer Arbeit nachgehen.

Deshalb werden von rund 50 Hilfsorganisationen, an rund 1500 Plätzen in New York, an die bedürftige Bevölkerung Lebensmittel verteilt.

Inzwischen sind jedoch auch die Hilfsorganisationen dem wachsenden Ansturm der Hilfesuchenden nicht mehr gewachsen und müssen zunehmend die Lebensmittel rationieren und manchmal Hilfesuchende sogar wegschicken.

Die 64 reichsten New Yorker besitzen 60 mal mehr , wie jene 1,7 Millionen Menschen, davon 400 000 Kinder, die von der akuten Armut bedroht sind.

Jedes Jahr zu Thanksgiving wird von der New York City Coalition Against Hunger (NYCCAH) der Armutsbericht vorgelegt.

Und deren Kritik richtet sich an die Steuergeschenke der Buschregierung an die Superreichen, dieses Geld würde für die Sozialausgaben fehlen.

In einem Fünfpunkteplan fordert die NYCCAH von der Stadtregierung “das Lohnniveau zu heben und Gesundheitsversorgung, Bildung und Wohnen wieder finanzierbar zu machen.“

NYCCAH

Die Organisation fordert außerdem, dass Lebensmittel in den Armutsvierteln wie z.B. Bronx und Brooklyn günstiger angeboten werden sollen.

Bezeichnend auch ist , bei dem sinkenden Wirtschaftswachstum die Volksweisheit „ Ist die Wirtschaft verkühlt, bekommen die Armen Lungenentzündung."


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Kommentare | 1 bis 16 von 16 Kommentieren
22.06.2008 | 11.38 Uhr | Hora Was mich bezüglich des Elends in den USA immer wieder betroffen macht ist der Umstand, dass es der Politik welche in den USA von der kleinen Oberschicht Super- Reicher geprägt ist, die sich ausserdem hochreligiös darstellen, völlig egal ist ob die armen US-Amerikaner in der Gosse verhungern.
Es sind wie von Zabaione beschrieben zumeist private Hilfsorganisationen die diese Armut zu lindern versuchen!
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19.06.2008 | 01.52 Uhr | No_name204 lieber Kriminologe,

nein, ich verstehe nicht, denn bei meinem System, bekaem nur ein registrierter Armer einen "Bezugsschein". d.h. er muss bei Vorlage im Supermarkt seinen Personalausweis vorlegen, um die Lebensmittel zu erhalten.

Wenn du bei uns einkaufen gehst, musst du deine Personalausweisnummer und deinen Namen angeben. Teilweise auch deine Tel.Nr.

auch mit Fingerabdruecken ist man bei uns nicht zimperlich.

Wenn du mit einem Barscheck zur Bank gehst, um dir Bargeld auszahlen zu lassen, wirst du fotografiert und musst auf dem Scheck deinen Fingerabdruck hinterlassen.

Und ihr regt euch in Deutschland darueber auf, in eurem Pass so etwas zu verlangen. hahaha
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19.06.2008 | 00.19 Uhr | Zabaione Nun das es immer Menschen gibt die Systeme ausnutzen , läßt sich nicht verhindern....so sind in der Eifel und andereswo ganze Häuser in "Nachbarschaftshilfe nach Feierabendarbeit entstanden.....

Von 350 € läßt sich nur gerade das allernötigste an Lebensmitteln kaufen. Eine ausgewogene Ernährung ist kaum von dem Geld möglich (Sozialhilfe für Einzelpersonen)
Sich von diesem Etat Zeitungen kaufen, an Bildung /Kultur teilzuhaben oder ins Kino gehen ? ......
Das es Menschen gibt die sich was dazu verdienen ...die nicht nur zu sehen wollen....die mit ihren Kindern mal raus gehen wollen, ist nachzuvollziehen.
Ich glaube schon das die Kernzahlen stimmen.
Genauso wie es Leute gibt die solche Systeme ausnutzen, genauso gibt es auch Menschen, die lieber Hungern, denen es peinlich ist um "Almosen" zu bitten.
Schönen Abend
wünscht
Zabaione
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18.06.2008 | 18.17 Uhr | No_name204 mich interessiert viel mehr die Frage, wie viele der "Hilfsbeduerftigen" wirklich hilfsbeduerftig sind??

Ich vermute eine ganz andere Variante.

ein Beispiel: In Venezuela koennen arme Menschen in besonderen Supermaerkten 50-70 % billiger einkaufen. Nennen sich MERCAL, diese Laeden.

Leider kaufen dort aber auch die Wohlhabenden in grossen Mengen ein, so dass die Laeden nach kurzer Zeit fast ausgeraeumt sind. In die Roehre gucken dann wieder die Mittellosen.

Das darf einfach nicht sein. Es sollten nur jene dort einkaufen koennen, die einen Bezugsschein von der Alcaldia (Buergermeisteramt) bekommen haben. Diese Massnahme wuerde einen Sinn ergeben.
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16.06.2008 | 20.13 Uhr | Zabaione Hallo liebe einzig wahre Italienerin,
danke für den Link....Vor der "Globalisierung" und ihren Folgen warnte auch Elliot Perlman.... wir sollten es nicht den Amerikanern gleichtun....
dummerweise sind wir schon dabei
einen schönen Abend wünscht
dir
Zabaione
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16.06.2008 | 20.00 Uhr | Profil gelöscht hallo zusammen, verehrte liebe nachspeise,

kennt ihr die 20/80 regel, in unseren industriestaaten haben ca, 20 % der menschen ca. 40% des gesamtvermögen, die restlichen 80%: 60% des gesamtvermögen.....die brasilienisierte regel (china, indien, südamerika, amerika ist stark im umbruch) ist 40% besitzen 60% des gesamtvermögen und die restlichen 60% eben nur 40% des vermögen, d.h. im umkehrschluss die armut wird überproportional steigen)

dr.prof. rademacher hat ein interview dazu gegeben, ich finde es beinhaltet viel, wer mag zum nachlesen globalisierung

Der Mensch, der Entrepreneur, ist der Herr seiner eigenen Zukunft. Das heißt: Zum Schluss gibt es die Erfolgreichen, und die anderen sind selber schuld. In dieser Philosophie ist jemand, der enteignet wird, nicht jemand, der enteignet wird, sondern jemand, der nicht genügend Entrepreneur war, die Chancen dieser Welt so zu nutzen, dass er reicher wurde.
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16.06.2008 | 19.27 Uhr | Zabaione ja schade..das ich keinen Sponsor habe....ich würde es mir gerne persönlich angucken;)))
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16.06.2008 | 19.01 Uhr | franxinatra Ein US-Imigrant in Köln meinte mal zu mir: The american dream is the worlds wake up; zu dumm, die USA nur aus Serien und dem Weltspiegel zu 'kennen'...
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16.06.2008 | 12.32 Uhr | Zabaione das sdi Programm
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16.06.2008 | 11.08 Uhr | Zabaione Ich betrachte das ganze bis jetzt nur aus der Ferne, hört sich an als wärst du schon öfters dort gewesen...?
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16.06.2008 | 10.38 Uhr | Zabaione -----F----
"Aus allen Ecken strömen sie in die Stadt. Und in jeder Stadt kommen sie aus allen Ecken, Tag für Tag - unwissende, gebrochene, leidende Objekte, um nach Arbeit zu suchen, die es nicht mehr gibt, nach dauerhafter, angemessen entlohnter Arbeit. Doch die ist verschwunden. Verschwunden in Länder, wo Arbeitskräfte spottbillig zu haben sind. Lasst euch nicht täuschen, lasst euch nicht blenden vom grellen Schein der überallbrennenden Lichter, die grausam nie erlöschen. Sie spenden keine Wärme. Es ist eine kalte viehische Zeit.?"

Danke für Eure Kommentare
gruß
Zabaione
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16.06.2008 | 10.36 Uhr | Zabaione Claude Eckel,
Danke für deinen ermutigenden Kommentar,
und Kriminologe deine kenntnisreichen Ausführungen,
wenn Menschen neben den Klum`s und Seals dieser Stadt nicht mehr ausreichend zu essen haben und vor leeren Suppenküchen stehen, dann ist es schon ziemlich weit gekommen mit dieser Stadt.

Ein Szenario was uns alle einholen kann und Elliot Perlmann auch schon in Sieben Seiten der Wahrheit beschreibt...ich zitiere es noch mal...


“ Das ist die bedeutendste Einzelleistung des letzten Vierteljahrhunderts, besser noch als Prozac oder Zoloff:
Die Versklavung von Millionen von Menschen, unter der Schirmherrschaft der Globalisierung, durch die Tyrannei eines entfesselten ,deregulierten Marktes und einer von allen Schutzgesetzen “befreiten? Wirtschaft - und das dann als den entscheidenden Sieg der Freiheit zu feiern.
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16.06.2008 | 02.39 Uhr | Profil gelöscht Liebe @Zabaione,

beängstigend, wichtig und richtig ist Dein Beitrag!
Ich nehme Wetten an, dass in Deutschlands Großstädten spätestens in 5 Jahren genau so lange Schlangen vor den öffentlichen Armenküchen stehen, während die Superreichen hierzulande ihre Domizile in Deutschland und in den Luxusgegenden dieser Welt mit Millionenaufwand in schwer bewachte Festungen verwandeln. Getreu dem Motto: "Eure Armut kotzt uns an..." Das kann nur apokalyptisch enden und das wird es auch.

Lieben Gruß, Claude
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16.06.2008 | 00.19 Uhr | Zabaione Ja das ist schon ein riesen Gefälle Hierzu auch ein Beitrag des KStA
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15.06.2008 | 23.48 Uhr | jazzwolf Sie geben Milliarden Dollars für einen Krieg aus und können ihre eigenen Leute nicht ernähren?! Vielleicht deshalb?!
Gruss
Jazzwolf
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