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Mittwoch, 26. Juni 2013

Lit.Cologne2012 - Olga Grjasnowa

 

Kultur |  25.03.2012 | 16.21 | Zabaione
 
          
Wo anfangen, dies ist mein letzter Beitrag von der diesjährigen Lit. Cologne und sollte mich wieder in die Örtlichkeit zurückführen, in der ich vor wenigen Wochen, eine besondere Inszenierung der Rheinischen Rebellen………..- „Fluch der Hoffnung“…..angesehen habe, die Schlosserei. Ich saß genau da, wo ich gestern saß und da wo jetzt Tische standen, hatte man als Bühnenbild ein paar Kisten und Container, eine Tiefkühltruhe und eine Dusche eingerichtet. Ansonsten alles Schwarz.

So brauchte die Dekorateure der Lit. nicht auf ihre schwarzen Vorhänge zurückzugreifen, für Farbe würden an diesem Abend andere sorgen…… So sah es hier letztes Jahr aus.

Ein großartige Gruppe und ein großartiges Stück und ich hoffe, das es nach dem Umbau des Schauspielhauses wieder einen ähnlichen Raum wie die Schlosserei geben wird, die am 30.4 geschlossen wird.

Nun heute saß endlich Olga Grjasnowa hier und ich hatte auf sie gewartet, auf die erfrischend unkonventionelle Newcomerin, die mit einigen Fragen von Walter van Rossum(Moderation) nicht so viel anfangen konnte, weil sie eine Allergie hat, gegen Worte wie Migrationshintergrund und sie möchte nicht das man nach ihrem Anderssein, im Sinne von Exotentum” sucht, oder der Parallelität zu ihrer Romanfigur Mascha, in ihrem Erstling: “Der Russe ist einer der Birken liebt”, sie will als Individuum gesehen werden und als Deutsche und das sollte man auch, wenn man bedenkt, das diese Sprache schon mehr ihre eigene geworden ist, als die, mit der sie aufgewachsen ist, die sie so gut beherrscht, dass ihr Erstling im deutschen Blätterwald eingeschlagen ist wie eine Bombe.

Zum Buch:

“Mascha ist jung und eigenwillig, sie ist Aserbaidschanerin, Jüdin, und wenn nötig auch Türkin und Französin. Als Immigrantin musste sie in Deutschland früh die Erfahrung der Sprachlosigkeit machen. Nun spricht sie fünf Sprachen fließend und ein paar weitere so “wie die Ballermann-Touristen Deutsch”. Sie plant gerade ihre Karriere bei der UNO, als ihr Freund Elias schwer krank wird. Verzweifelt flieht sie nach Israel und wird schließlich von ihrer eigenen Vergangenheit eingeholt. Mit perfekter Ausgewogenheit von Tragik und Komik und mit einem bemerkenswerten Sinn für das Wesentliche erzählt Olga Grjasnowa die Geschichte einer Generation, die keine Grenzen kennt, aber auch keine Heimat hat. „Quelle"

Es sind oft die kleinen Sätze und Wendungen die über die Geschichte hinausgehen und es ist manchmal auch eine Portion Frechheit und Witz, die sie sich erlauben kann, mit ihrem biografischen Hintergrund, wenn sie beispielsweise Wörter benutzt ( das schreibe ich jetzt extra nicht auf, damit man das Buch nicht darauf nicht reduziert ) die jeden anderen mehr als nur diskreditieren würde.

Bezeichnend ist z.B. die Passage als „Mascha“ auf dem Flughafen in Israel, weil sie im Gepäck auch u. a.arabische Wörterbücher hat, gefragt wird, ob ihr Freund Araber, Palästinenser oder Ägypter (?) sei und sie antwortet, er ist tot.

Olga Grjasnowaliest.

Mit dabei war auch ihr Entdecker und Mentor Norbert Gstrein, der sie auf die Lit. in Rahmen einer Patenschaft begleitet hat, Autoren stellen Newcomer vor und befand sie sei längst flügge geworden und lobte insbesondere auch ihre Dialogstärke.

Gstrein der in seinem ersten Leben Mathematiker war, las dann furchtbar schnell und eloquent aus einen seiner Bücher und machte wieder damit darauf aufmerksam, wie groß die Welt der Autoren ist und welche Schätze es in der Literatur, für mich, für euch(?), noch zu heben gilt.

Interview]Olga Grjasnowa auf der Leibziger Buchmesse

So jetzt muss ich Auf Wiedersehen Lit.Cologne sagen, es war wieder alles dabei, drei Bücher habe ich schon, meine Liste ist lang geworden und auch das oben beschriebene muss ich haben. Vorgestern wollte ich mich dem neuen Ingendaay zuwenden und konnte ihn neben drei aufgeschlagenen Büchern nicht finden. Ich habe die ganze Wohnung auf den Kopf gestellt und glaubte ihn schon verloren……er lag ziemlich blöd unter meinen Bett- gefunden! Jetzt ist die Welt wieder in Ordnung und ich habe jede Menge Zeit die ganzen Eindrücke zu verarbeiten und die Bücher zu lesen . Bye Bye, Lit. Cologne, bis zum nächsten Mal!

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Dienstag, 25. Juni 2013

Ein Buch für die Stadt

Lokales |  05.12.2011 | 08.55 | Zabaione
Ein bisschen Homestory

Diese Nacht habe ich kaum geschlafen. Ihr habt ja keine Ahnung wie aufwendig mein
Hobby manchmal ist. Ich hatte für eine meiner Seiten ein paar Bilder eingestellt, da
konnte ich plötzlich meine Seite nicht mehr finden.
Not FoundThe requested URL…….. was not found on this server. Additionally, a 404
Not Found error was encountered while trying to use an Error Document to handle the
request. 
In dieser Seite steckt eine Menge Arbeit und deshalb habe ich wirklich schlecht
geschlafen. Kann das www. meine Seite verschlucken? (Anmerkung- ja das geht- das
passiert bald mit dem Stadtmenschen Blog! ) Als sie längst wieder aufgetaucht ist, kam
dann die Entwarnung, vom Partner der Koeln-Kultur-Kolumne.

„sorry, ich habe die Warnung unseres Webhost nicht an Dich weitergegeben. Samstag
Nacht wurden Wartungsarbeiten durchgeführt. Daher war die Site für ein Weilchen
nicht zu erreichen. Wer rechnet auch damit, dass Du um die Zeit arbeiten willst."

Ein Buch für die Stadt

Das Programm zum Buch für die Stadt, findet vom 4.12-11.12 statt. Ich war heute in
der Eröffnungsmatinee im Schauspielhaus.

In diesem Jahr ist das Buch für die Stadt:
Weißer Rabe, schwarzes Lamm von Jovan Nikolic
Ihr müsst etwas nachsehen, dass ich deshalb etwas zu spät ins Schauspielhaus gekom-
men bin. Mir lief die Nase und während ich umständlich, nach einem Taschentuch
suchte,
sang das Internationale Vocal Ensemble mit Georgi Zizivadze (Georgien), Georgi
Pandurov (Bulgarien), Michail Kapadoukakis (Griechenland)Won-Min Lee( Südkorea)
u.s.w. im Dunkeln, deshalb gibt es davon kein Foto .

Ein Mann, der Ähnlichkeit mit Edmund Labonté hatte, war über meine Suche wenig
amused, ich über meine laufende Nase auch nicht. Ich legte den Mantel ab und suchte
mir erst mal ein Plätzchen im Gang, neben dem Hausfotografen, dann beruhigte  sich
der Mann auch.

Die Eröffnungsrede hielt der Chefredakteur des KStA, Peter Pauls. Er dankte dem
Publikum und gratulierte ihm zum Medienpreis 2011, weil es mit seiner Beteiligung,
dazu beigetragen hat. „ Der Medienpreis ging an den Kölner Stadt-Anzeiger für seine
Aktion  “Buch für die Stadt”.

Im Anschluss, fragte Insa Wilke vom Literaturhaus, Jovan Nikolic  nach seinen
religiösen Bezügen und Jovan antwortete (er hatte eine Übersetzerin dabei) schreiben
wäre Religion und es würden ihn drei Leitmotive begleiten ………Jesus Christus (habe
ich leider nicht mit bekommen, denn ich versuchte gerade im Dunkeln das Objektiv zu
wechseln) vielleicht: “liebe deinen Nächsten wie dich selbst…hmmmm, das müsst ihr
nachlesen. Pinocchio mit „Geh nicht weg“ und Martin Luther King mit „ I have a dream“

Außerdem hatte Insa Wilke sich einen Satz aus einem vorangegangenen Interview von
Nikolic gemerkt, er hätte behauptet die Literatur der Postmoderne (einer ihrer Vertreter
ist beispielsweise auch Gabriel José García Márquez ) würde kein Herz, keine Gefühle
zeigen, dies bestätigte er unbeachtet vom Ansehen und seiner Wertschätzung für die
Autoren.

Nun um das zu ergründen, fehlt mir heute die Kondition, ich selbst bin angerührt von der
Prosa des Jovan Nikolic, dessen Sohn David ebenfalls auf der Veranstaltung gelesen hat.
Sie geht ins Herz und lässt eigene Kindheitserinnerungen wach werden.
Warum er denn keinen Roman schreiben würde ? Er selbst hat angefangen mit Lyrik, er
bevorzugt die kürzeren Formen der Prosa. In der Lyrik mag er Haikus.

Amüsant war auch sein Ausspruch:
“Wenn du was zu sagen hast, dann schreibe, wenn du nichts zu sagen hast, dann geh`
Fahrrad fahren!”  Meine Tochter, der ich das Buch nach Australien geschickt habe, hat
es ebenfalls gefallen und selbst zum Schreiben inspiriert.

Neben seiner Arbeit als Autor unterstützt Jovan Nikolic, zusammen mit Hedwig Neven
Dumont, den Verein Roma e.V und die Schule Amaro Kher, die, die Roma Flüchtlings-
kinder auf den Besuch allgemeinbildender Schulen vorbereiten soll.

Roma Kinder würden hier ohne Zeit und Raum leben und hätten hier eine ungewisse
Zukunft, seien auch dann wenn sie endlich Fuß gefasst hätten, ständig von der
Abschiebung bedroht.Sie seien wie Gummifische im Wasser.
Dafür bzw. dagegen arbeiten sie und sammeln Spenden. So findet die Abschluss-
veranstaltung (Finissage) auch am 11.12 im Verein Rom e.V. am Venloer Wall 17, um
15Uhr, statt. Der Eintritt ist frei.
Für musikalische Unterhaltung sorgte das Markus Reinhardt Ensemble. Hinterher gab
es eine Signierstunde;-)


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