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Sonntag, 23. Juni 2013

Almanya-Willkommen in Deutschland

 

Kultur |  13.03.2011 | 16.33 | Zabaione
Almanya-Willkommen in Deutschland
Mit Almanya- Willkommen in Deutschland ist den deutsch-türkischen Schwestern Yasemin und Nesrin Samdereli einer der besten Komödien gelungen, die ich seit langem im Kino gesehen habe.

Ich habe selten im Kino so gelacht, er ist voller Bilder und Pointen und hält Deutschen und Türken gleichermaßen den Spiegel vor.

der Trailer

Die Samdereli-Schwestern, haben den Blick auf beide Kulturen und erzählen dem Zuschauer temporeich und auf erfrischend komische Weise, die Geschichte des 1000001 Gastarbeiters Hüseyin, der nach Deutschland gekommen ist, weil zu Zeiten des deutschen Wirtschaftswunders, in den 60er Jahren, Arbeitskräfte im Ausland gesucht wurden.

Als einer seiner Söhne lieber zum Fischen geht, als zur Schule und als seine Kinder ihn bei einem Heimatbesuch, bald nicht mehr erkennen, holt er seine Familie nach Deutschland.

In Rückblicken begleiten wir eine Familie in drei Generationen .

Dabei ist die Frage nach der eigenen Identität immer wieder Thema. Während sich die Großmutter, vor der Einbürgerung auf den deutschen Pass freut, plagen Großvater Hüseyin Albträume, z.B. träumt er , er müsste Schweinefleisch essen, um eingebürgert zu werden.

Auch sein Enkel Cenk hat Sorgen und fragt: “Was bin ich denn jetzt eigentlich, Türke oder Deutscher?” Als er weder in die deutsche noch in die türkische Fußballmannschaft gewählt wird und weil Anatolien auch nicht auf Europakarte, auf der für alle seiner Mitschüler, je nach Herkunft, ein Fähnchen gesteckt wurde, verzeichnet ist, steckt sein Fähnchen, auf der weißen Wand im Niemandsland.

„Almanya – Willkommen in Deutschland“ ist mehr als nur komisch, es gibt durchaus die stillen traurigen Momente, wenn einer geht den man lieb gewonnen hat . (und dann darf auch geweint werden)

So ist Almanya ein Film für Völkerverständigung und wenn ich lese auf wie viel Ablehnung „Muslime“ (das Thema Religion wird hier ziemlich ausgespart) in Europa stoßen, dann können solche Filme dazu beitragen, Vorurteile zu überwinden.

“Der Publikumsliebling der Berlinale ALMANYA – WILLKOMMEN IN DEUTSCHLAND erhielt von der Deutschen Filmakademie e.V. zwei Nominierungen für den Deutschen Filmpreis und das in den wichtigen Kategorien “BESTER FILM” und “BESTES DREHBUCH”.”

Dieser Film ist nicht nur witzig gemacht, er hat auch Seele.

Wie sagte einst Max Frisch:

“Wir riefen Arbeitskräfte, und es kamen Menschen”

Almanya läuft im Odeon und in weiteren Kinos in Köln.


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Dienstag, 18. Juni 2013

Die Freiheit die ich meine

Die Freiheit die ich meine

lässt Andersdenken zu , da kann man auch schon mal über die Strenge schlagen; Gott oder Mohamed karikieren ohne das sie Schaden nimmt, denn wenn es den Einen oder den Anderen gibt, dann ist er erhaben und gütig, seine Verkündungen kommen ohne Gewalt aus.

Der Frieden in dieser Welt scheint nur durch ein militärisches Patt gewährleistet, ein solches Patt symbolisiert für mich die Nato.

Es fällt mir schwer nachzuvollziehen, dass ein einzelnes Land wie die Türkei, (hier vertreten durch Erdogan) mit einem Gedankengut, dass in der gesamten westlichen Welt nicht geteilt wird , Bedingungen stellen kann und diese dann auch noch erfüllt bekommt.

Das ist nicht die Freiheit die ich mich meine, denn ginge es ihr wirklich um die Inhalte, dann würde sie sich nicht verkaufen. Es geht um Macht und Einflussnahme.

Mir schaudert jetzt schon vor einem Beitritt der Türkei in die Europäischen Union .
Denn dafür müßte dieses Land frei sein, in Wort und Bild und frei von jeglichen Fanatismus.

In den Beitrittländern sollten Frauen und Männer die gleichen Rechte haben. Es darf keine Ehrenmorde und Sittenpolizei geben.

In freien Ländern wird nicht gefoltert.

Religion sollte den Menschen Halt geben, sie nicht zu Tätern machen und sich nicht in die Politik einmischen.

Der Vorfall um Rasmussen zeigt, wir sind von dieser Freiheit, mehr denn je entfernt.
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